Schwerpunkte des Wirtschaftsministeriums im Jahr 2010
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Fachkräfteallianz Baden-Württemberg
Im Dezember 2011 wurde unter dem Vorsitz des Finanz- und Wirtschaftsministers eine Allianz zur Sicherung des Fachkräfteangebots in Baden-Württemberg gegründet. Allianzpartner sind die Wirtschaftsorganisationen, die Gewerkschaften, die kommunalen Spitzenverbände, die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und das Land.
Anlass sind der akute Fachkräftemangel in bestimmten Berufen und vor allem die demografische Entwicklung. Bereits jetzt gibt es in Baden-Württemberg einen Fachkräfteengpass bei technischen Berufen und bei Gesundheitsberufen.
Aufgrund der demographischen Entwicklung würde sich der Fachkräftemangel ohne Gegenmaßnahmen massiv verschärfen. Denn die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter geht in Baden-Württemberg zwischen 2010 und 2020 um rund 250.000 zurück, zwischen 2020 und 2030 um weitere 620.000. Der Rückgang setzt sich auch danach fort.
Mit der Fachkräfteallianz wurden erstmals in Baden-Württemberg alle verantwortlichen Akteure zusammengeführt, um gemeinsam Ziele zu erreichen. Es geht um folgende Ziele:
- Die berufliche Aus- und Weiterbildung muss verstärkt werden.
- Es müssen sich mehr Frauen, mehr ältere Personen und mehr Personen mit Migrationshintergrund am Erwerbsleben beteiligen.
- Langzeitarbeitslose müssen stärker in den Arbeitsmarkt integriert werden.
- Die Vollzeitbeschäftigung muss erhöht werden.
- Die Beschäftigtenzahl in den technischen Berufen, vor allem in den Ingenieurberufen, muss gesteigert werden.
- Als ergänzende Maßnahme ist eine höhere Zuwanderung von Fachkräften notwendig.
- Und es sollen regionale Fachkräfteallianzen gegründet werden.
Bei den notwendigen Maßnahmen zur Zielerreichung kann auf einem stabilen Fundament aufgebaut werden, denn die Allianzpartner setzen bereits erfolgreich Maßnahmen um. Darüber hinaus sollen in einem nächsten Schritt gemeinsam zusätzliche Maßnahmen im Sinne eines Aktionsprogramms vereinbart werden.
Stand: 15.12.2011

