Familien-Unterstützung

Baden-Württemberg bietet nicht nur Ihnen sondern Ihrer gesamten Familie beste Aussichten und Unterstützung

Als Familie werden Sie in Baden-Württemberg besonders unterstützt – ob mit Mutterschaftsgeld, Kindergeld bis hin zum kostenfreien Studium Ihrer Kinder.  Besondere  Unterstützung erhalten Sie auch bei der Pflege von Angehörigen.Innovative Arbeitszeitmodelle, finanzielle Entlastungen und vielfältige Betreuungsangebote sollen Familien stärken. Ob Mütter im Beruf bleiben oder Väter gerne die Kinderbetreuung übernehmen möchten – Baden-Württemberg ist flexibel. Niemand soll sich zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen. Sie werden unterstützt, den Beruf mit der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen zu verbinden. 

Kleinkinder von 0-3 Jahren werden in einer Kinderkrippe betreut, die auf die besonderen Bedürfnisse der Kleinkinder abgestimmt ist. Ab 3 Jahren kann Ihr Kind dann in den Kindergarten. Dort kann es spielen und sich austoben, lernt aber auch den Umgang mit anderen Kindern. Kindergärten dienen neben der Betreuung auch der Erziehung und Bildung des Kindes. So wird es auf die bevorstehende Schulzeit vorbereitet.

Träger der Kinderkrippen und Kindergärten sind öffentliche, private oder kirchliche Institutionen. Die Verfügbarkeit und Kapazität ist jedoch regional sehr unterschiedlich. Auch preislich variieren die Angebote stark und hängen zum Teil auch vom Einkommen der Eltern ab.

Einen guten Überblick über regionale Anbieter bietet meistens die Website Ihrer Gemeinde. Kümmern Sie sich am besten frühzeitig darum – mancherorts ist eine Anmeldung bei der Krippe bereits vor der Geburt des Kindes notwendig. 

Ab  sechs Jahren ist Ihr Kind in der Regel schulpflichtig. Zunächst besucht es vier Jahre lang die Grundschule, bevor es dann je nach individueller Leistung und Interessen auf eine Haupt-, Werkreal-, Realschule oder ein Gymnasium geht. Eine Alternative bietet die Gesamtschule, bei der alle Kinder unabhängig vom Lerntempo gemeinsam unterrichtet werden. 

Mit dem erfolgreichen Abschluss der 9. Klasse erlangt das Kind den Hauptschulabschluss und damit den Zugang zum Ausbildungsmarkt. Die Realschule schließt nach der 10. Klasse mit dem Realschulabschluss ab, das Gymnasium nach der 12. oder 13. Klasse mit dem Abitur. Die meisten Schulen sind in öffentlicher Hand und kostenlos.

Eine Besonderheit Baden-Württembergs ist die Lernmittelfreiheit, das bedeutet auch Schulbücher sind kostenfrei und werden den Schülern leihweise bereitgestellt. Lediglich für private und internationale Schulen fallen Gebühren an. 

Bis zum 18. Geburtstag des Kindes haben Eltern Anspruch auf monatliches Kindergeld, sofern sie hier ihren Wohnsitz haben oder unbeschränkt steuerpflichtig sind. Zudem muss das Kind im gleichen Haushalt leben. Der Anspruch besteht ab der Geburt und wird unabhängig vom Einkommen ausbezahlt. Sofern das Kind zwischen dem 18. und 25. Geburtstag noch in Ausbildung ist, wird das Kindergeld für die entsprechende Zeit weiter bezahlt. Kindergeld muss von den Eltern bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden.

Zum Schutz des Kindes arbeiten Mütter nur bis 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und werden auch nach der Geburt weitere 8 Wochen bezahlt von der Beschäftigung befreit – dies wird als Mutterschutz bezeichnet. Elternzeit hingegen kann von beiden berufstätigen Elternteilen genommen werden und schließt sich bei Müttern oft direkt an den Mutterschutz an. Unter Elternzeit wird die Freistellung von der Arbeit nach der Geburt des Kindes verstanden. Das unten beschriebene „Elterngeld“ ersetzt teilweise den Lohnausfall. Wenn beide Eltern arbeiten, können auch beide Eltern Elternzeit nehmen - abwechselnd oder gleichzeitig. Grundsätzlich stehen jedem Elternteil bis zu 36 Monate zu. Danach hat der Elternteil in der Regel Anspruch auf eine Rückkehr zur früheren Arbeitsstelle oder einer ihr vergleichbaren. 

Elterngeld

Eltern bekommen nach der Geburt eines Kindes Elterngeld. Damit wird der Einkommensausfall abgefangen, der entsteht, wenn Eltern nach der Geburt Elternzeit nehmen und erst einmal zuhause bleiben oder weniger arbeiten. Die Höhe bemisst sich nach dem Nettoeinkommen des beantragenden Elternteils, ersetzt dieses aber nicht vollkommen. Eine Förderung ist ab der Geburt und maximal für 14 Monate möglich.Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Deutschland oder zumindest eine unbeschränkte Steuerpflicht. Das beantragende Elternteil muss sich nach der Geburt selbst um das Baby kümmern und in Elternzeit sein. Weitere Infos finden Sie bei der L-Bank, bei der auch der Antrag gestellt wird.

Von heute auf morgen ist alles anders – ein Pflegefall in der Familie bringt meist vieles durcheinander. Hierzulande können sich nahestehende Familienmitglieder für eine begrenzte Zeit von ihrer Arbeit freistellen lassen, um die Pflege zu übernehmen.  Bei besonderer Dringlichkeit gewähren Arbeitgeber kurzfristig bis zu 10 Tage Sonderurlaub, um die Pflege zu organisieren. Sehr kleine Unternehmen sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet. 

Für den Lohnausfall bei langfristiger Pflege springt in der Regel die Pflegeversicherung ein. Alternativ zur finanziellen Unterstützung können Sie auch einen häuslichen Pflegedienst beauftragen oder beide Modelle kombinieren. Ansprechpartner ist die Krankenkasse des zu pflegenden Angehörigen. 

Eventuell notwendige Aufenthaltstitel für Ihre Familie bestimmen sich nach deren Staatsangehörigkeit. Hat Ihre Familie eine europäische Staatsangehörigkeit, dann ist der Zuzug ganz einfach: EU-Bürger können in Baden-Württemberg uneingeschränkt wohnen und arbeiten.

Hat Ihre Familie die Staatsangehörigkeit eines Drittstaates, so muss sie vor der Einreise ein Visum beantragen. Voraussetzung ist, dass Sie in Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels sind, über ausreichend Wohnraum verfügen und den Lebensunterhalt Ihrer Familie sichern können. Der nachziehende Ehepartner muss zudem  bereits vor der Einreise einfache Deutschkenntnisse vorweisen – allerdings gibt es auch Ausnahmen. 

Die deutsche Botschaft oder das deutsche Konsulat im Heimatland berät Ihre Familie und bearbeitet Ihren Antrag