Wohnung

Sie wohnen noch nicht in Baden-Württemberg? Dann sollten Sie sich rechtzeitig um Ihr neues Zuhause kümmern. Vor allem in Städten ist die Nachfrage nach Wohnungen höher und es können mehrere Besichtigungen notwendig sein. 

Wohnungen werden hierzulande manchmal 3 Monate vor dem geplanten Einzugstermin vermietet – wir Baden-Württemberger planen gerne voraus. Beachten Sie dies bei Ihrer Suche.

Das größte Angebot von Wohnungsanzeigen finden Sie im Internet. Hilfreiche Anbieter sind beispielsweise Immobilienscout24.de, lieblingsmieter.de oder Wohnungsbörse.net. Viele lokale Tageszeitungen bieten ebenfalls Wohnungsanzeigen, möglicherweise gibt es dort weniger Konkurrenz. Anzeigen ohne Fotos sind oft nicht schlechter, es gibt aber weniger Interessenten. 

Neben Wohnungen und Häusern können Sie auch ein einzelnes Zimmer in einer Wohngemeinschaft (WG) mieten. Vor allem für junge Menschen sind WGs oft eine willkommene Alternative. Durch die neuen Mitbewohner knüpfen Sie gleichzeitig Kontakte. WG-Zimmer werden häufig kurzfristiger vergeben und sind leichter zu finden. Hier lohnt sich ein Blick auf wg-gesucht.de oder in Facebook-Gruppen der Stadt. 

Für den Anfang ist eine Wohnung auf Zeit vielleicht das Richtige. Solche Wohnungen sind möbliert, aber meist teuer - dafür können Sie dann vor Ort in Ruhe eine langfristige Bleibe suchen.Sie haben bereits Bekannte in Baden-Württemberg? Fragen Sie dort nach!. Häufig ergeben sich Mietverhältnisse aus privaten Kontakten. Auch Ihr Arbeitgeber kann Sie vielleicht unterstützen. Zusätzliche Hilfestellung bieten Immobilienmakler, allerdings gegen Provision. Ein Wohnungsgesuch kann auch helfen. Vermieter können Sie dann gezielt kontaktieren. 

Bei den Mieten wird zwischen Warm- und Kaltmiete unterschieden. Warmmiete umfasst Nebenkosten wie Strom und Wasser, bei Kaltmieten kommen diese Kosten noch hinzu. Die Nebenkosten werden nach Verbrauch abgerechnet, meist sind jedoch Vorauszahlungen erforderlich. Internetgebühren sind in der Regel nicht von der Warmmiete abgedeckt. Wohnungen in Deutschland werden meist unmöbliert vermietet, in manchen Fällen muss der Mieter auch selbst eine Küche einbauen. Bei der Schlüsselübergabe ist eine Kaution fällig, die bis zu drei Monatsmieten (Kaltmieten) betragen kann. 

Grundsätzlich gilt: Erzählen Sie bei Ihrer Anfrage ein bisschen über sich, damit der Vermieter Sie ein wenig kennenlernt. Sie sammeln Sympathiepunkte und können sich von anderen Bewerbern abheben. 

Üblicherweise lädt der Vermieter den Mieter im nächsten Schritt zur Wohnungsbesichtigung ein. Hören Sie lange nichts, dann haken Sie einfach nach. 

Zur Besichtigung sollten Sie pünktlich und ordentlich gekleidet sein. Folgende Unterlagen sind häufig erwünscht:

 

  • Einkommensnachweis: Der Vermieter möchte wissen, wieviel Geld Sie (und Ihre Familie) verdienen. 
  • Schufa-Auskunft: Bei der Schufa wird dokumentiert, wenn Sie in der Vergangenheit in Deutschland Kredite nicht bezahlt haben. Als Ausländer können Sie nur eine Auskunft einholen, wenn Sie in Deutschland ein Bankkonto führen. 
  • Aufenthaltsgenehmigung: Haben Sie keine EU-Staatsangehörigkeit, dann belegt die Genehmigung dem Vermieter, dass Sie längerfristig in Deutschland bleiben dürfen.
  • Bürgschaft: Sofern Sie kein geregeltes Einkommen haben, können Sie nahestehende Personen bitten, für Sie zu bürgen.

 

Der Vermieter möchte sehen, wer die Wohnung bewohnt. Wenn Ihre ganze Familie in die Wohnung ziehen soll, dann nehmen Sie diese am besten zur Besichtigung mit. 

Ein Mietvertrag wirkt oft kompliziert, soll aber nur mögliche Streitpunkte im Voraus klären und die Rechte beider Seiten schützen. Sie sind sich unsicher, ob er den rechtlichen Vorgaben entspricht? Informieren Sie sich oder lassen Sie sich rechtlich beraten - mögliche Anbieter finden Sie online. 

Die erste Hürde ist geschafft, Sie haben eine Wohnung. Als nächstes steht der Umzug an. Diesen können Sie selbst organisieren oder ein Umzugsunternehmen beauftragen. 

Selbst-Anpacker können sich bei Mietwagenanbietern Fahrzeuge leihen. Manche Anbieter sind auf Umzüge spezialisiert und bieten den Verleih stundenweise an. Im städtischen Raum gibt es auch Carsharing-Fahrzeuge, die nach einmaliger Anmeldung unkompliziert (auch an Sonntagen) gemietet werden können. 

Neue Möbel können teuer sein. Auf Portalen wie Ebay-Kleinanzeigen oder Quoka bieten Privatpersonen gebrauchte Einrichtungsgegenstände zu günstigen Preisen an. Vielleicht ist das auch für Sie eine Alternative? 

Stehen beim Einzug Reparaturen oder Ausbesserungen an, stimmen Sie sich dazu mit dem Vermieter ab. Mängel können in einem Übergabeprotokoll festgehalten werden. Wurde eine Kaution vereinbart, kann der Vermieter deren Erhalt auf dem Mietvertrag quittieren.

Strom, Wasser oder Gas – alles Voraussetzung für den Einzug in Ihre neue Bleibe. Klären Sie frühzeitig mit dem Vermieter, ob Sie sich selbst darum kümmern müssen. Oft kann der Vertrag vom Vormieter einfach übernommen werden. Sollte dem nicht so sein, bestellen Sie den Installateur gleich in den ersten Tagen zur Installation.

In Baden-Württemberg gibt es eine Meldepflicht. Innerhalb von 2 Wochen nach Ihrem Einzug müssen Sie sich beim Bürgeramt Ihres neuen Heimatortes anmelden. Eine persönliche Anmeldung innerhalb der Öffnungszeiten ist notwendig. Bringen Sie dazu Ihren Ausweis und genügend Zeit mit. Informieren Sie sich auf der Website Ihrer neuen Gemeinde.

Weitere Informationen zum Thema Wohnen und im Speziellen zum Mietvertrag finden Sie unter service-bw.