13 11 2017

IT-Fachkräfte gesucht!

Aktuell fehlen in Baden-Württemberg etwa 3.000 IT-Fachkräfte, bis 2030 verdoppelt sich diese Zahl.

Die Fachkräfte-Allianz hat eine Studie zum künftigen Bedarf an Fachkräften in den IT-Berufen vorgestellt. Aktuell fehlen in Baden-Württemberg etwa 3.000 IT-Fachkräfte, bis 2030 verdoppelt sich diese Zahl. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR, die heute in der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg unter Leitung von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut vorgestellt wurde.

„Der Fachkräfteengpass in den IT-Berufen ist heute und auch in Zukunft wirtschaftspolitisch beherrschbar. Mit der Studie haben wir verlässliche Zahlen und eine fundierte Analyse zur Fachkräftesituation im IT-Bereich. Durch die Prognosen bis zum Jahr 2030 wissen wir, womit wir rechnen müssen. So können wir passgenaue Maßnahmen in den wichtigsten Handlungsfeldern umsetzen, damit die Digitalisierung zur baden-württembergischen Erfolgsgeschichte wird“, erklärte Hoffmeister-Kraut. „Die Studie zeigt sehr plastisch, dass Baden-Württemberg trotz des aktuell ermittelten Fachkräfteengpasses in den IT-Berufen vergleichsweise gut gerüstet ist, um die Potenziale der Digitalisierung erfolgreich nutzen zu können. Dazu muss es uns aber gelingen, mehr Frauen für IT-Berufe zu gewinnen, mehr internationale IT-Fachkräfte zu rekrutieren und die Aus- und Weiterbildung weiter zu verbessern.“

Deshalb sollen fünf Millionen Euro in den Ausbau der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ und in den Bereich „Digitalisierung und berufliche Weiterbildung“ fließen.
Zu den wichtigsten IT-Berufen werden in der Untersuchung neben der Informatik auch andere IKT-Berufe wie Systemanalyse, Netzwerktechnik sowie Softwareentwicklung und Programmierung gezählt. Neben den Berechnungen des Angebots- und Nachfragepotenzials von IT-Fachkräften liefert die Studie eine detaillierte Analyse über den IT-Arbeitsmarkt. So arbeiten in Baden-Württemberg aktuell etwa 127.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den „IT-Berufen“ – und 19 Prozent aller in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigten Softwareentwickler/-innen sowie Programmierer/-innen im Südwesten.

Besonders erfreulich sei, so Hoffmeister-Kraut, dass die Zahl der Studienanfänger/-innen in IT-Fächern vom Wintersemester 2010/2011 bis zum Wintersemester 2015/2016 um rund 20 Prozent auf 7.800 gestiegen und auch die Zahl der Absolvent/-innen in den letzten fünf Jahren um etwa 34 Prozent auf 7.900 angewachsen sei.
Land investiert fünf Millionen Euro in IT-Fachkräfte von morgen.

Weitere Informationen zur Studie und deren Ergebnisse finden Sie hier.